FREITAG | HANSATOR | Ab 18.00 UHR

Bounty Kill
FREITAG 28. August , Hansator , 18:00 Uhr
Bounty Kill erinnern uns an Powermetal der alten Schule. Gerüchtne zu Folge wächst während des Genusses dieser Band selbst den kurzhaarigsten Menschen eine Heavy-Metal-Tolle, die sich wie das Chugga-Chugga-Chug des Bremer Quintetts gewaschen hat. Virtuoses Riffing, die ganz hohen Screams und dazu immenses Geballer, wenn Frösche Locken hätten, wir wüssten jetzt, wo diese zu finden wären. Lasst euch verföhnen und ermordet einen Schokoriegel mit: Bounty Kill! MT

Jana Frank & Die Polarlichter
FREITAG 28. August , Hansator , 19:40 Uhr
Behutsam, aber zielstrebig bahnen sich die Texte der Bremer Musikerin Jana Frank ihren Weg in die Echokammer zwischen Kopf und Herz. Gemeinsam mit ihrer All-female Band „Die Polarlichter“ arrangiert sie die Fragen, die uns den Schlaf rauben, zu funkelnden Collagen mit Pop-Appeal. Wer (wie ich) zu den Unglücklichen gehört, die die Polarlichter über Bremen verpasst haben – jetzt könnt ihr sie wenigstens hören! SB

Inhale The Void
FREITAG 28. August , Hansator , 21:10 Uhr
„I believe in nothing“ nennt sich das Debut der vier Blastbeat-getriebenen Nihilist*innen Inhale the Void und wer unter die Walze ihrer rasenden Death Metal-Eruptionen gerät, zweifelt keine Sekunde daran. Es ist durchaus nicht auszuschließen, dass sich das Hansator beschworen von rohem Gekeife und tobenden Girarren-Soli in eine zugige Hintertür zur Hölle verwandelt. Vielleicht ist das gar nicht mal so tragisch, denn eines ist sicher: Bis dahin bescheren uns Inhale the Void eine verdammt gute Zeit. SB

Below Zero
FREITAG 28. August , Hansator , 22:55 Uhr
Wenn das Garage-Rock ist, wie viele Stockwerke hat denn dann bitte diese Garage? Hoffentlich genügend, denn Jonathan und Max erzeugen mit ihrem Sound zu zweit mehr Druck als ein Zehnerpack Mentos in einer Cola-Flasche (Don’t try this at home). Wacken hat sie bereits drei Mal gebucht und hätte sie gern ganz für sich – Aber nix da, dieser dreckige, bluesinduzierte Meteorit ist nunmal in Bremen eingeschlagen. In eine mittlerweile ziemlich demolierte Garage. SB
FREITAG | RAMPENSAU | Ab 18.45 UHR

Danliebermorgen
FREITAG 28. August , Rampensau , 18:45 Uhr
Mit entwaffnender Ehrlichkeit zieht Danliebermorgen den Elefanten im Raum aus der Sofaritze. Melancholie? Ja, doch, ein bisschen vielleicht. Prokrastination? Ja, weiß ich doch auch nicht. Was als Lockdown-Projekt begann, hat sich allerdings längst verselbstständigt und eine Dynamik entwickelt, die zwischen tanzwütigem Pop-Punk Refrain und Uptempo-Euphorie nicht mehr zu bremsen ist. Sofa? Dann lieber morgen! SB

Clo:e
FREITAG 28. August , Rampensau , 20:25 Uhr
In einer geschützten Nische am Sweetspot zwischen Weltschmerz und Lebensbejahung haben clo:e sich einen Unterschlupf aus Noise und Feedback geschaffen. Komm rein, es ist noch Platz zwischen zerkratztem Seattle-Gedächtnis-Sound und verträumtem Gitarrenhall. Plötzlich wird die Enge weit und dort, wo Stimme und Reverb sich aneinander aufreiben, entstehen kleine Risse. „There’s a crack in everything. This is how the light gets in.“ Du hast mal wieder recht, Leonard Cohen. SB

Play The Seeds
FREITAG 28. August , Rampensau , 22:05 Uhr
Dieses Konzert ist ein Abschiedsgruß an unseren Freund Kai Wangnick, der den Musikszene Bremen e.V. seit Gründung mit Herzblut mitprägte. Mit ihm an der Leadgitarre mischte die Post Rock-Band Play The Seeds die Szene in Bremen – und darüber hinaus – in seit 30 Jahren bestehender Besetzung auf. Der schmerzliche Verlust von Kai lies die Band kurz for ihrer "30 Years Anniversary Show" verstummen. Jetzt holen sie ihr Jubiläumskonzert mit Unterstützung eines alten Weggefährten nach. Ein besonderes Konzert mit einem Best-Of der in Punk getränkten Songs. Danke für alles Kai – alle Regler auf 11!
FREITAG | SECRETARIAT* | Ab 18.00 UHR

Ragna Lemontree
FREITAG 28. August , Secretariat , 18:00 Uhr
Zart wie Tüll und mit einem leisen magischen Glanz legen sich Ragna-Lemontrees von ihrer Akustik-Gitarre begleitete Songs über die schmerzhaften Spitzen des Alltags. Bloß keine plötzlichen Bewegungen, damit sie dort verweilen. Wer genau hinhört und die Augen ein wenig zusammenkneift, dem werden sie allerdings nicht entgehen: Die wunderbar schrulligen Wendungen und Widerhaken, die schelmisch aus Ragnas Songwriting hervorblitzen wie der letzte, wirklich gelungene Streich. SB

Beans On Toast
FREITAG 28. August , Secretariat , 19:40 Uhr
Manchmal macht man ein bisschen Brot an den Haken, wirft die Angel ins Wasser, und fängt einfach überhaupt nichts (man hätte eventuell die Angel nicht ins Wasser werfen sollen). Wenn die Frustration über das eigene Unvermögen ein Abendessen zu fangen zu groß werden will, gibt es aber immer noch Beans on Toast. Anfang des Jahres haben sie noch auf dem Schulrockfestival verzaubert, und jetzt spielen sie schon in unserer Geheimtippschmiede Sekretariat. Akustikgitarrenmusik die an die schönsten Abende der Jugend erinnert, als Freunde, Rotwein, Gitarre und Gesang die Zutaten für Erinnerungen waren, die immer bleiben werden. MT

Suzan Zahide
FREITAG 28. August , Secretariat , 21:10 Uhr
Suzan Zahide macht Popmusik mit Herz. Instrumentiert mit Klavier und zwei Gitarren erwarten uns hier große Songs mit dem Mut für die große Melodie und das große Gefühl. Songs, die sich trauen laut zu werden und auszubrechen, Songs, die sich trauen zerbrechlich und zart zu werden. Songs darüber, was es heißt Mensch zu sein, Songs über den Blick nach Innen, über die Nadelstiche, die beides verbinden. Das sind Lieder die Geschichten erzählen, die Brücken bauen und Hoffnung finden. MT
https://www.instagram.com/behindthed00rs?igsh=NjJzNjMycTNqb21u

Geräusch
FREITAG 28. August , Secretariat , 22:55 Uhr
Geräusch machen Cyberpunk-Synthpop mit NDW-esquem Gesang, und wer mit diesen Worten auch nur im Entferntesten etwas anfangen kann, ist hier absolut richtig. Kluge, deutschsprachige Texte, die von Blixa Bargeld stammen könnten, und ein unglaublich kühler Vibe, der vergessen lassen kann, dass wir uns in einer Spätsommernacht im Brutkasten Sekretariat befinden. Musik, die die Nächte eines jeden Festivals mit Magie erfüllt. „Bis wir sterben haben wir noch Zeit, vielleicht“ singen sie und spülen uns ins Dunkel. Die Melancholie hat ein Zuhause und es ist Geräusch. MT
SAMSTAG | HANSATOR | Ab 17.00 UHR

Afrock Basement
SAMSTAG 29. August , Hansator , 17:00 Uhr
All die potentiellen Signature-Dancemoves, die bisher nur dein Badezimmer-Spiegel kennt – jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um sie in die Freiheit zu entlassen. Mit unwiderstehlich groovenden Basslines, funky Drumbeats und soulig polierten Bläsern locken Afrock Basement auch den hanseatischsten Groove-Verweigerer aus dem Keller, um den lauen Sommerabend zu feiern. Acht gegen einen – Widerstand ist zwecklos. SB

Slightly Above A Fridge
SAMSTAG 29. August , Hansator , 18:35 Uhr
Der Shortbandcontest ist über die Jahre zu einer Institution der Überraschung geworden. Wenn sich einander quasi unbekannte Menschen in eine Band werfen, dann erlaubt das eben Mischungen, die es in der Form noch nicht gab. Und manchmal klingt das dann, als hätten die schon ewig zusammen gespielt. Slightly Above a Fridge haben mit ihrem „Folk“-Mix sowohl die letztjährige Jury als auch das Publikum gleichermaßen begeistern können, und das nicht nur mit wahnsinnig stimmigen Songs, sondern auch mit Einzelleistungen die weit über das hinaus gehen, was man von einer 48h-Band erwarten könnte. Wenn der Gig auf der Hansator-Bühne auch nur halbwegs das hält, das die Gruppe Ende letzten Jahres versprochen hat, dann wird das ein absolutes „Muss man gesehen haben“. Dringende Empfehlung! MT

Crash Blossoms
SAMSTAG 29. August , Hansator , 20:05 Uhr
Seit Jahren hauen uns die Crash Blossoms schon die Gitarren um die Ohren, sind in diversen Einzelteilen Teilnehmer*innen (und Gewinner*innen!) des Shortbandcontests gewesen, und beweisen in welcher Konstellation auch immer immer wieder, dass Musik Raum für Ungewohntes hat, dass all die Instrumente und Melodien noch lange nicht durchgespielt sind. An jeder Ecke des Crash Blossoms Cinematic Universe erwartet einen Unerwartetes, auf die große Hook folgt auch immer eine Überraschung. Am Samstag um 20 Uhr eröffnen sie das Finale des Überseefestivals 2026 auf der Hansator-Bühne, und beweisen, dass nach jedem Crash auch die nächste Blüte wartet. MT

Havington
SAMSTAG 29. August , Hansator , 21:25 Uhr
„Von hier oben sieht alles nur halb so schlimm aus“, wispert ein Versprechen durch den schwerelos dahinflatternden Indie-Pop des Trios Havington. Und sie haben recht: Gezupfte Gitarrenmelodien wärmen das Gesicht wie die ersten Sonnenstrahlen nach einem langen Bremer Winter, versöhnlich nachhallende Texte strecken die Hände aus und verwandeln den Boden der Tatsachen mit dem nächsten Refrain mühelos in einen Dancefloor. SB

Frustwut
SAMSTAG 29. August , Hansator , 23:10 Uhr
Das KARO präsentiert: „Frustwut ist kein Name, Frustwut ist Sympton!“ Erste Hilfe: Magenbitterer Inkasso-Punk in Wechselbehandlung mit Synthie-begleiteter Schreitherapie. Wie ist Frustwut einzunehmen? In Dauerschleife, tanzend oder wahlweise springend, die galligen Texte vor dem Mitsingen unter der Zuge zergehen lassen. Wenn Sie größere Mengen Frustwut eingenommen haben, als Sie sollten: Lassen Sie es brennen. Es ist ein gutes Brennen. SB
SAMSTAG | RAMPENSAU | Ab 17.55 UHR

Motte
SAMSTAG 29. August , Rampensau , 17:55 Uhr
Der Blues-getränkte Indie-Folk von Motte atmet eine anmutige Lässigkeit, die die Welt außerhalb der Kopfhörer kaum merklich entschleunigt und grelle Farben sanft in den Hintergrund drängt. Erwachsen aus dem surrealen Zeitvakuum des Lockdowns, tanzt das Trio versunken in sich selbst, umzirkelt Sorgen und Zweifel so lange, bis sie sich fügsam zwischen die Gitarrensaiten schmiegen und davongetragen werden in die Nacht. SB

The Youth Might Always
SAMSTAG 29. August , Rampensau , 20:40 Uhr
TYMA ist Geschichtenerzählen. TYMA ist eine Reise durch die Märchen deiner Kindheit. TYMA ist Auto fahren in der Nacht. TYMA ist eine Hand vor den Augen. TYMA ist das Bild einer Landschaft, an der du nie wieder vorbeikommen wirst, Worte an die du nicht mehr erinnerst. TYMA nimmt dich an die Leine, und ist das Gefühl, wenn sie dir wieder abgenommen wird. TYMA ist die Orte von früher, und die Explosion, die danach kam. TYMA ist ein himmlisch verwirrtes Gitarrensignal, und das Feedback, das dich über die Klippe schickt. MT

Trümmermensch
SAMSTAG 29. August , Rampensau , 22:25 Uhr
Nachdem es einige Zeit ruhig um sie geworden war, passt zwischen Postpunk und Emocore aber immer noch ein Trümmermensch. Die fünf Ruinenleute schreiben Musik für die, die weder in Schubladen passen, noch sich darin wohl fühlen. Und wenn die innere Zerrüttung zu groß wird, dann wird eben auf den Overdrive getreten und die Explosion wird zur gewählten Option. Zertrümmert, was euch zertrümmert, mit den wiederauferstandenen Trümmermensch! MT
SAMSTAG | SECRETARIAT* | Ab 17.15 UHR

Ameel Hotaky
SAMSTAG 29. August , Secretariat , 17:15 Uhr
Vor ziemlich genau vier Jahren spielte Ameel mit gerade mal 17 Jahren auf unserem besten Überseefestival 2022 der Welt in der Zollkantine, und verzauberte uns mit ihrem Akustik-Pop, aber viel mehr noch mit einem Charisma, das uns einfach nicht losgelassen hat. In der Zwischenzeit ist (anders als auf der Welt) viel passiert, Gigs beim Summersounds und im Sendesaal, mit Hami der 14 (!)-jährige Bruder an den Drums – und zwei neue EPs. Rap-Parts gibt es jetzt, und weiterhin Gitarre und Klavier und Keys und Melodien, die vergessen lassen, dass die Welt da draußen sich manchmal einfach nicht benehmen kann. MT

Giesbert & Der Hase
SAMSTAG 29. August , Secretariat , 18:35 Uhr
Giesbert und der Hase sind der Stadt natürlich hinlänglich bekannt für Geschichten über Ketchup und Senf, und wie letzterer beispielsweise manchmal nicht mehr so gut raus geht. Und zwar genau so wie die Songs dieser Band am Trommelfell kleben bleiben, als hätte die Akustikgitarren-Akkordeon-Musik nie was anderes gemacht. Mit Giesbert und dem Hasen wird ein Spaziergang am Osterdeich zu einem Samstagnachmittag an der Seine, das Croissant nur noch Krümel auf dem schwarz-weiß gestreiften Oberteil, der erste Rotwein ist zu einem „Santé!“ geworden, und irgendwer schreibt einem spontan und genau jetzt ein Liebesgedicht. Fröhliche Menschen mit melancholischen Liedern, mit dem Kopf immer in den Wolken der guten Laune. MT

Third Floor Lights
SAMSTAG 29. August , Secretariat , 20:05 Uhr
Unruhe! Wohin nur mit den Händen? In die Hosentaschen, ins Haar, oder einfach eine Rauchen? Auf die Playtaste. Third Floor Lights vertreiben mit ihren schnörkellos-harmonischen Singer-Songwriter-Balladen jegliche Unsicherheit aus dem Moment und schälen das Ursprüngliche aus dem Filter der Superlative. Eine Stimme zum Anlehnen, Textzeilen zum Festhalten und Melodien zum Mit-sich-Tragen. SB

LookMumnoDJ
SAMSTAG 29. August , Secretariat , 21:25 Uhr
Vor sehr langer Zeit ™ gab es eine Form der elektronischen Musik, die nicht darauf basierte, einen Datenträger in einen Computer zu schieben und auf das kleine Dreieck zu drücken, sondern tatsächlich akut zu spielen, was gehört werden sollte. Und Lookmumnodj macht auch genau das, was draufsteht. Beide Füße und Hände steuern unterschiedliche Instrumente an, und werden so zur Ein-Mann House-Band. Hier wird live erlebt, was anderswo bis in die Unkenntlichkeit wegkopiert worden ist, hier bekommt Seele, wo sie anderswo vergessen wird. Ein Konzept also, das es nur live geben kann, und das auch nur so erlebt werden kann. MT
unsere Textpoeten:

Maciej Tyrakowski
Textredaktion , Kein Bühnenact ,
Der Wunschprivatier Maciej Tyrakowski, auch unter den Aussprachen Maciej, Maciej, oder Maciej bekannt, packte 1987 im Alter von zweieinhalb Jahren in der Volksrepublik Polen seine sieben kompliziert geschriebenen Sachen und machte sich auf den beschwerlichen Weg in die Hansestadt. Hier spielte er in den letzten Jahren vor allem Theater (Ui!Ui!Ui!Ui!), in Filmen (Szene Report Ep.01: Emo), diversen Bands (Cholerika, Manko, Deutsche Postpunk) und Taschenbillard, letzteres mit nur mäßigem Erfolg. Vier Tage vor dem ersten Lockdown zog es ihn zwar in die Hauptstadt, aber ach, er kann seine Grabbelfinger einfach nicht von Bremen lassen. Und so dürfen wir uns erneut an seinen unterhaltsamen Gedanken über unsere Bands erfreuen. Viel Spaß beim Lesen!

Sabrina Bläß
Textredaktion , Kein Bühnenact ,
Sabrina Bläß wittert Herzblut 4,95 km gegen den Wind und ist überall dort anzutreffen, wo Konzerte keinen Bühnengraben brauchen und die Grenze zwischen Band und Publikum sich auflöst. Bereits mit Mitte 20 schaffte sie es auf die Titelseite der BILD-Zeitung und ruht sich seitdem wahlweise im Büro des Kulturzentrum Lagerhaus oder des Musikszene Bremen e.V. auf ihren Lorbeeren aus, vorzugsweise schreibend über (Sub)kultur, Politik oder Kakapos. Bis zu diesem Zeitpunkt hat sie es erfolgreich vermieden, über sich selbst zu schreiben.

